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GESCHICHTE - martedì 27 settembre 2022 

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[KRIEGSGESCHEHEN]

8. september 1943. verkündung des waffenstillstands

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Die ersten Kontakte des italienischen Königs Vittorio Emanuele und des Chefs des Generalstabs Badoglio zu den Alliierten waren recht vorsichtig und zurückhaltend. Unter dem Vorwand, die Verteidigung im Süden zu verstärken, nutzten die deutschen Truppen die Zeit der nur schleppend vorankommenden Übergabeverhandlungen sowie die vollkommene Untätigkeit Italiens dazu, den Brenner zu überqueren und trotz der kraftlosen Proteste seitens des italienischen Verbündeten die Halbinsel ungestört vollständig zu besetzen.
Erst Mitte August beschlossen Vittorio Emanuele und Badoglio, die Waffenstillstandsverhandlungen zu intensivieren. Bis dahin hatten sie versucht, die besten Bedingungen für eine Kapitulation zu erwirken und waren von der Angst vor Hitlers Rache besessen gewesen. Die deutsche Stellung in Italien war zu diesem Zeitpunkt bereits gefestigt. Der Waffenstillstand wurde am 3. September 1943 in Cassibile auf Sizilien unterzeichnet.
Die Unentschlossenheit und Angst des Königs hatte es den Deutschen erlaubt, sich ohne Widerstand des gesamten Landes zu bemächtigen. Dieser Vorgang wurde von den Alliierten, die gleichzeitig neue Strategien für den Kampf gegen das Dritte Reich ausarbeiteten und die Eröffnung einer zweiten europäischen Front an der Nordostküste Frankreichs befürworteten, argwöhnisch beobachtet. Italien wurde geopfert und bewaffnete alliierte Verbände wurden Stück für Stück nach England verlegt.

Mittels einer aufgezeichneten Radiodurchsage des Generals Badoglio wird überraschend der Waffenstillstand mit den Anglo-Amerikanern am 8. September 1943 verkündet. Badoglio befindet sich in diesem Moment gemeinsam mit der Königsfamilie auf der Flucht nach Pescara. “In Anerkennung der Unmöglichkeit, den ungleichen Kampf gegen die erdrückende gegnerische Macht fortzusetzen und in dem Bestreben, der italienischen Bevölkerung weiteres und schlimmeres Unglück zu ersparen, hat die italienische Regierung beim Kommandierenden der alliierten anglo-amerikanischen Truppen um einen Waffenstillstand gebeten. Der Bitte wurde stattgegeben. Dementsprechend müssen allerorts alle Handlungen italienischer Einheiten gegen anglo-amerikanische Kräfte eingestellt werden. Auf mögliche Angriffe von jedweder anderen Seite haben die italienischen Streitkräfte jedoch zu reagieren.”
Nach mehr als einem Monat Verhandlungen haben die höchsten Vertreter des Staates wenig oder gar nichts dafür getan, das Land und die Streitkräfte auf die Konsequenzen der Kapitulation vorzubereiten.
Das Auseinanderfallen der Streitkräfte ist nach der Radioansprache nicht mehr zu kontrollieren: die Mehrzahl der Einheiten in Mittel- und Süditalien ebenso wie die im Ausland operierenden werden von den Deutschen gefangen genommen. Nur wenige Offiziere entschließen sich dazu, in Einzelfällen bewaffneten Widerstand zu leisten. Die müde, mutlose, unterernährte und schlecht gekleidete Truppe neigt dazu, sich aufzulösen und die Gelegenheit zu nutzen, aus einer Armee zu desertieren, die seit Jahren von Niederlagen, Frustration und Leiden geplagt wird. Selbst die Ortskommandanten lassen den Deutschen freie Hand. Der Slogan “Alle nach Hause” übertönt in diesen frenetischen Tagen alle verzweifelten Appelle von Antifaschisten an die Soldaten. Nach einigen heroischen Aktionen fällt Italien unter deutsche Besatzung.
In Mailand und Turin, in den Abbruzzen und in Venezien-Giulia verstummen die improvisierten und von individueller Initiative getragenen Widerstandsversuche nach wenigen Tagen. Das Gefühl der Mutlosigkeit und Depression, das sich in dem passiven und in den Fängen eines Invasoren befindlichem Land breit macht, bedeutet jedoch nicht, dass der Antifaschismus an Zuspruch verlieren würde. Viele Historiker sehen gerade im 8. September die bedeutende Wende hin zum Antifaschismus - “die tatsächliche Geburtsstunde des Antifaschismus als entscheidende Kraft, als politische Alternative zum Königshaus von Savoia und der von ihm angestrebten Lösung der Krise der Faschismus”, wie Guido Quazza sagt.
Das Befreiungskomitee, das sich am 9. September 1943 in Rom gebildet hat, verbreitet einen Aufruf für den Widerstandskampf. Darin wird die Politik der Feigheit und Flucht der Monarchie harsch verurteilt und der Willen des anderen, sich befreienden Italien beschworen. Der Wille, mit allem bisher Dagewesenen zu brechen, spiegelt sich im klandestinen Aufbau eines bewaffneten Widerstandes in allen Landesteilen wider. Eine solche Befreiungsbewegung ist in der Geschichte des Landes beispiellos.



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