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GESCHICHTE - martedì 27 settembre 2022 

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la storia








[DER VERSILIA]

Resistenza und Befreiungskampf


Unmittelbar nach dem Waffenstillstand vom 8. September 1943 begannen sich auch in der Versilia die ersten patriotischen Gruppen zu organisieren und Nationale Befreiungskomitees zu bilden. Sie legten damit die organisatorischen Grundlagen für den Partisanenkampf, obwohl die deutschen Behörden und die kollaborationistische Regierung der Sozialen Republik Italien (RSI) strenge Zwangsmaßregeln erlassen hatten.
Die zunehmende Aktivität der Resistenza löste bei Nazis und Faschisten helle Aufregung aus. Zwischen Ende 1943 und Anfang 1944 nahmen sie deshalb eine Reihe von Verhaftungen vor, durch die viele Antifaschisten aus der Versilia im Gefängnis landeten. Trotz der Zwangsmaßnahmen wurde in dieser Zeit in der Nähe von Farnocchia die erste Partisanengruppe gebildet. Die von Gino Lombardi und Piero Consani angeführten “Apuanischen Alpenjäger” existierten nicht lange, denn mit dem Tod der beiden Kommandanten löste sich die Gruppe auf.
Dennoch wuchs die Partisanenbewegung weiter an, vor allem wegen des Zustroms vieler junger Männer, die den Einberufungsbefehlen der RSI nicht gefolgt waren. In Erinnerung an den ersten gefallenen Patrioten der Versilia bildete sich die Gruppe “Luigi Mulargia”. Sie wurde von Marcello Garosi kommandiert und war ein wichtiges Gemeinschaftsprojekt mit Partisanen aus dem Gebiet um Massa.
Im Juli 1944 schlossen sich die Partisanengruppen in der Versilia zur Garibaldi-Brigade 10a “Gino Lombardi” zusammen. Am Ende desselben Monats wurde sie auf dem Monte Ornate und in Farnocchia von massiven Durchkämmungsaktionen der Nazis überrollt. Sie führten zur Auflösung der Brigade und zur Bildung einiger Einheiten, die zwar kleiner, jedoch operationsfähiger und funktionaler waren, zum Beispiel die “Bandelloni”, die “Balestri”, die “Garosi”, die “Ceragioli” und die “Canova”.
Dank der schnellen Umorganisierung konnten die Partisaneneinheiten in der zweiten Septemberhälfte 1944 aktiv an der Befreiung der Versilia mitwirken. Sie standen dabei in engem Kontakt mit der 45th Task Force und dem brasilianischen Expeditionskorps. Als sich die Situation an der Front entlang der Gotenlinie stabilisiert hatte, setzten die Partisanen aus der Versilia ihren Kampf an der Seite der Alliierten mit einigen Einheiten der Brigade “Bandelloni” und der Brigade “Gruppe F3” fort.

Etwa 120 Partisanen fielen. Zahlreiche bekannte Persönlichkeiten gingen aus der Resistenza in der Versilia hervor, zum Beispiel die Träger der Militärischen Verdienstmedaille in Gold (höchste militärische Auszeichnung des italienischen Staates, A.d.Ü.) Vera Vassalle, Manfredo Bertini, Amos Paoli, Marcello Garosi sowie die Kommandanten Gino Lombardi, Piero Consani, Giancarlo Taddei und Ciro Bertini.
Viele Menschen aus der Versilia kämpften als Partisanen in anderen Gegenden Italiens oder im Ausland, andere stritten gegen die Deutschen in den Tagen nach dem Waffenstillstand vom 8. September oder in den Reihen der neu gebildeten italienischen Streitkräfte an der Seite der Alliierten. Für sie alle stehen sinnbildlich die Träger der militärischen Verdienstmedaille in Gold Admiral Inigo Campioni, Leutnant Antonio Cei und Hauptmann Vincenzo Fusco. Ebenso wichtig für den Befreiungskampf war der Beitrag hunderter Bewohner der Versilia, die es vorzogen, als Militärinternierte in deutsche Lager gebracht zu werden, anstatt sich der RSI anzuschließen.



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