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DIE GEMEINDE - martedì 31 gennaio 2023 

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  ANFAHRT

  • 17/01/2006 10:13:45
    Immagine: Straßenkarte
    Anfahrt nach Sant’Anna di Stazzema






  HINWEISE




[GESCHICHTE]

Die Ursprünge

Immagine:


Die Ursprünge Sant’Annas liegen im 16. Jahrhundert, als hier das Weidegebiet der kleinen Gemeinde Farnocchia lag. Daher auch die Besonderheit in der Struktur des Dorfes, das nicht um die Kirche herum entstand, sondern aus mehreren Weilern besteht, die über das Tal verteilt sind. Begrenzt wird diese Ebene im Osten vom Monte Gabberi, im Norden vom Monte Lieto und im Westen vom Monte Rocca und Monta Ornato, während der nach Valdicastello und Pietrasanta führende Graben der Angina das südliche Ende markiert.

Die Weiler bestehen nur aus wenigen Häusern und heißen: Case di Berna, Sennari, Fabbiani, Colle, Moco, Bambini, Vaccareccia, Argentiera di Sopra und Argentiera di Sotto, Monte Ornato, Valle Cava, Vinci, Franchi, Pero, La Chiesa, Merli, Coletti. Weiter unten in Richtung Valdicastello liegt Molini.
Über die Ursprünge von Sant’Anna schrieb Vincenzo Santini: “Eine Reihe von Häusern. Im Jahr 1750 waren es 30, mit 30 Familien und 174 Einwohnern. Bis 1687 gab es die kleine Kirche von Sant’Anna mit einem Kaplan, den die ansässige Bruderschaft nominierte, und mit einem Kämmerer, der die (wenigen) Güter der Kaplanspfründe verwaltete und verpflichtet war, davon die Pfarrei zu unterhalten. Bis 1784 stieg die Zahl der Bewohner auf 192 Seelen und die Gemeinde nahm gerade einmal 150 Lire ein. Weder dieses Dorf noch der Ort Culla waren mit Vegliatola vergleichbar, welches im 14. Jahrhundert eine kleine Gemeinde in dem Gebiet war, das zu Pietrasanta gehörte.” (V. Santini, Vicende storiche di Seravezza e Stazzema, Pietrasanta, 1964)
Vor dem Massaker am 12. August 1944 stieg die Zahl der Bewohner auf fast 400, größtenteils Jugendliche. Es gab nur etwa 180 Überlebende, die Mehrheit waren Männer.

In der Vergangenheit bestand die Bevölkerung von Sant’Anna di Stazzema und generell im höheren Teil der Versilia aus einfachen Menschen, die daran gewöhnt waren, schwer zu arbeiten, um überleben zu können. Alles musste mühsam errungen werden, nichts gab es umsonst. In der Regel waren die Familien groß und umfassten Großeltern, Eltern und (zumeist viele) Kinder. Alle, auch die Kinder, mussten zum Familienunterhalt beitragen.
Einzige Quellen für das Überleben waren die Landwirtschaft im Gebirge, Kastanienbäume, der Wald und natürlich das Vieh. Die Männer kümmerten sich um die schwereren Arbeiten: sie bestellten die kleinen Stückchen Land, auf denen Kartoffeln, Weizen, Mais, Obst und Gemüse, aber auch Hanf zur Textilherstellung angebaut wurden. Sie schlugen Holz im Wald, um daraus Kohle herzustellen und pflanzten Kastanienbäume, aus deren Früchten das süße Mehl gemacht wurde, das damals wichtigstes Nahrungsmittel war. Die Frauen halfen den Männern bei ihren Arbeiten, mussten aber auch für Haus und Familie sorgen. Sie kümmerten sich vor allem um das Vieh, schnitten Heu und sponnen sowohl Wolle als auch Hanf. Auch die Kinder mussten den Erwachsenen zur Hand gehen. Ihre besondere Aufgabe bestand darin, die kleinen Herden auf die Weiden zu führen und frisches Wasser für das Haus und zur Versorgung des Viehs von der Quelle zu holen.
Schulbildung gab es nur in dürftigem Umfang. Vor allem den Frauen wurde das Recht, zumindest Lesen und Schreiben zu lernen, verweigert. Auf Bemühen des Unteroffiziers der Carabinieri, Severino Bottari, beschloss das Dorf zu Beginn der 1930er Jahre, gemeinsam eine eigene Schule zu bauen, um auch den Mädchen von Sant’Anna zu ermöglichen, ein Mindestmaß an Bildung zu erhalten. Nach Fertigstellung der Schule fanden dann endlich auch die Mädchen Platz im “großen” Klasssenzimmer. In dem neuen Gebäude befanden sich außerdem eine Lehrerwohnung und ein Raum für Zusammenkünfte der Dorfbewohner. Dieser wurde auch von der Erste-Hilfe-Stelle (getragen von dem karitativen Verein Grünes Kreuz) genutzt, die sich unter anderem darum kümmerte, schwer Kranke in das nächstgelegene Krankenhaus in Pietrasanta zu transportieren. Dorthin gelangte man nach zweistündigem Fußmarsch auf Gebirgspfaden.



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